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Philosophie
In zahlreichen Gesprächen mit Züchtern und Hundeführern wurde immer wieder mangelnde Transparenz im Zuchtgeschehen und die damit verbundene Verant-wortung gegenüber der Rasse Deutscher Schäferhund kritisiert. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß die sehr gute Vererbungskraft mancher Hunde erst nach ihrem Tod ins Licht der Öffentlichkeit tritt, einfach weil sie zu Lebzeiten nicht genug oder nur wenig Beachtung fanden. Es gibt gute Hunde, die keiner kennt und die folglich auch keiner in der Zucht verwendet. Eine hohe Platzierung auf einer überregionalen Prüfung kann nicht jeder erreichen.
Talent vom Hundeführer, ein richtiges Umfeld, der richtige Helfer, Gesundheit, private Faktoren und auch Glück sind Kriterien, die also unsere Zucht beeinflussen. Die Frage nach der Wahl des Deckpartners richtet sich demnach, nicht zuletzt bei kleinen Züchtern, oft nach dem Bekannt-heitsgrad des Rüden und dem damit verbundenen Welpenabsatz. Qualitativ gut veranlagte und für die Rasse wertvolle Hunde kommen dadurch nur wenig oder gar nicht in die Zucht. Außerdem kann, vermehrt beobachtet werden, daß bestimmte Kriterien in den Vordergrund züchterischer Aktivitäten geschoben werden.
Andere wichtige zuchtrelevante Eigenschaften gehen dadurch verloren und der Deutsche Schäferhund verliert zunehmend sein positives Image des Gebrauchshundes Nr. 1.
Unser Beitrag soll es sein, durch intensive Recherchen und in Zusammenarbeit mit namenhaften Kynologen, Züchtern, Hundeführern und Medizinern wissenswerte Fakten rund um die Zucht und Ausbildung des Deutschen Schäferhundes zu sammeln, offen zulegen und zur Diskussion zu stellen. Ein Ziel ist es, gutes Zuchtmaterial ausfindig zu machen und in den Focus der Züchter zu rücken.


